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Japan investiert in Tunesien |
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Dem allgemeinen Trend folgend investieren auch japanische Firmen vestärkt in Schwellenländern und richten dabei ihr Augenmerk zunehmend auch auf Tunesien. Politische und wirtschaftliche Stabilität, niedrige Lohnkosten und eine strategisch günstige Lage zählen neben den von der tunesischen Regierung konsequent vorangebrachten Verbesserungen der Rahmenbedingungen für Investitionen und Niederlassungen zu den Pluspunkten, die das kleine nordafrikanische Land für japanische Investoren immer attraktiver machen. Neben Unternehmen wie Itochu, Japan Tobacco und NHK Springs tätigt jetzt auch der japanische Kabelhersteller Yazaki konzentrierte Direktinvestitionen in Tunesien.
Aus fernöstlicher Sicht ist die Nähe Tunesiens zu Europa offensichtlicher als für viele Europäer. Von Rom fliegt man nach Tunis nur etwa halb so lange wie nach Frankfurt, und auch die Entfernungen zwischen modernen südtunesischen Handelshäfen wie Gabes oder Zarzis und den Häfen der EU liegen im gesamteuropäischen Mittel. (Gabes ist zudem Hauptumschlagshafen für Güter aus der phosphatverarbeitenden Industrie in Gasfa, an der japanische Unternehmen beteiligt sind. Zusätzlich liegt Tunesien, das seit Mitte der 1990er Jahre von Rating-Instituten mit Investment-Grades bedacht wird, aus strategischer Sicht genauso günstig zu vielversprechenden neuen Märkten in der arabischen Welt, dem Nahen Osten und Afrika.
Yazaki, ein wichtiger Zulieferer von Kabeln für Peugeot PKWs, wird bis Ende 2012 seine Produktionsstätten in Oum Laârayes, Gafsa und Gafsa-Metlaoui weiter ausbauen, zusätzlich drei weitere Fabriken errichten und die Produktion auf Kabel für Mercedes, Volvo, Opel und Ford erweitern. Das vierte Werk soll bereits Ende 2010 in Redeyef, ebenfalls in der Nähe von Gasfa, in Betrieb genommen werden. Ebenfalls vor Ende des Jahres soll eins der Werke die Fertigung von Kabeln für Elektroautos aufnehmen. 2009 sorgte Yazaki-Tunisie für 850 Arbeitsplätze in Tunesien. Bis 2013 soll diese Zahl auf mindestens 5200 angestiegen sein. Umgekehrt begünstigen Präferenzvereinbarungen den Export tunesischer Produkte nach Japan. Im Rahmen des Präferenzabkommens (APS) für Industrie, Agrar-und Handwerksprodukte zwischen Tunesien und Japan hat sich der Inselstaat in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Abnehmer für hochwertiges tunesisches Bio-Olivenöl entwickelt.
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