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Deutsche in Japan

Wenn Deutsche nach einem längeren Aufenthalt aus Japan zurückkehren, werden sie häufig gefragt: "Wie ist es so in Japan zu leben?" Viele runzeln dann etwas ratlos die Stirn, denn kaum einer von ihnen weiß, wie sich die Vielfalt an Eindrücken und Erfahrungen in einigen wenigen Sätzen zusammenfassen lässt. Für Deutsche in Japan ist die japanische Kultur zunächst ein Buch mit sieben Siegeln, und auch noch so professionelle Vorbereitungskurse für Manager oder Wissenschaftler können dem Gefühl ein Fremder zu sein erst einmal nicht vorbeugen. Dass man sich im wahrsten Sinne des Wortes als Außerirdischer fühlt, dazu trägt auch die so genannte "Alien Registration Card" bei, die alle Ausländer, die länger als drei Monate in Japan bleiben, als Ausweispapier bekommen.

Um das Gefühl von Fremdheit und Isolation zu überwinden, gibt es viele Möglichkeiten. Eine davon ist, voll auf die japanische Kultur einzugehen und nichts auszulassen, von Tradition bis Moderne. Dazu gehört ganz nebenbei auch der Umgang mit  japanischen Waschmaschinen, die bequem von einem Einzelnen zu tragen sind da sie komplett aus Kunststoff hergestellt sind. Gewaschen wird mit kaltem Wasser, was dann natürlich die Verwendung ganz andersgearteter Waschmittel mit sich bringt, damit die Wäsche sauber wird. Empfindliche Haut sollte man also besser nicht haben.

Wie also wird Fremde vertraut? Natürlich über japanische Freunde und Bekannte. Wenn die aber noch ein bisschen auf sich warten lassen, tut es manchmal einfach gut, sich in den eigenen Kultur- und Sprachkreis zurückziehen zu können. Zum Auftanken und zum Erfahrungsaustausch. Sehr gute Möglichkeiten hierfür bietet die Deutsche Botschaft in Tokio, die auf ihren Internetseiten auch einen Veranstaltungskalender für Deutsche in Japan ins Netz gestellt hat. Aber auch die Deutsche Industrie- und Handelskammer, die es seit 1962 in Japan gibt, ist eine Anlaufstelle, um Kontakte zu schließen und das nicht nur in beruflicher Hinsicht. Ein weiterer guter Tipp ist das Goethe-Institut, das sich Völkerverständigung und Kulturaustausch auf seine Fahne geschrieben hat. Und zusätzlich gibt es auch private Initiativen in Japan lebender Deutscher, wie beispielsweise die des Lehrers Markus Grasmück, der eine Onlineplattform zum Erfahrungsaustausch und Kennenlernen für Deutsche in Japan unterhält.